Ärztekammer will Gesetzesänderung

Antrag auf Gesetzesänderung


Es ist schon ganz heftig, wenn der Deutsche Ärztetag in seiner Jahresversammlung einen Antrag für eine Gesetzesänderung beschliesst. Nach diesen Vorstellungen sollen Mediziner aus den Drittstaaten in einem Approbationsverfahren die Prüfungen des 2. und 3. Staatsexamens ablegen.

Dazu sollte man wissen, dass auch die deutschen Absolventen des Medizinstudiums eine hohe Durchfallquote in diesen Prüfungen haben. Erschwerend kommt für die Kollegen aus den Drittstaaten hinzu, dass es ganz wesentlich auf einwandfreie Deutschkenntnisse ankommt, die deutlich über dem Niveau der Fachsprachprüfung liegen sollen.

Wie soll das ganze denn in der Praxis aussehen?



Man stelle sich vor, dass zum Beispiel ein ausländischer Kollege, Spezialist mit 15-jähriger Klinik Erfahrung in einer Klinik in Deutschland dringend gebraucht wird. Das könnte es in Zukunft so dann nicht mehr gehen, wenn diese Gesetzesänderung überhaupt irgendwann einmal kommen sollte. Selbst ein Spezialist, der dringend von einer Klinkk gebarucht wird, hat keine Chance das dritte Staatsexamen abzulegen, weil er in seiner 15-jährigen Laufzeit viele Bereiche nicht mehr gebraucht hat. Er hat halt seine Erfahrungen in seinem Spezialgebiet gemacht.

 


Ich habe zu diesem Thema einen Film bei youtube eingestellt, der den derzeitigen Stand (Mai 2018) beschreibt.

Bundesärztekammer will Prüfungsmaßstab für Mediziner aus Drittstaaten verschärfen und fasst Beschluss, eine Gesetzesänderung zu beantragen.
Sie finden das Video hier — >
Sachverständiger Gerner zum Beschluss des Deutschen Ärztetages


 

One Reply to “Ärztekammer will Gesetzesänderung”

  1. Gastbeitrag von Teddy Kabel (Admin FB Doctors going germany)
    ÄRZTEKAMMER KANN GESETZE GAR NICHT ÄNDERN

    Alle fallen in Panik. Es ist noch gar nichts passiert!!!
    Ein paar schlecht informierte Ärzte, die nach Meinung Dritter nicht einmal in der Lage waren, das bisherige Zulassungsverfahren zu verstehen, fordern auf dem Deutschen Ärztetag Änderungen von Bundesgesetzen, das war bisher alles …..
    Passiert ist noch nichts.

    Schade ist nur, dass alle anderen Ärzte beim Ärztetag das Abnickten, ohne die vorgeblichen Recherchen zu hinterfragen oder bei besserem Wissen die Fälschlichkeit der Aussagen und Begründungen zu kritisieren!

    Wir sollten uns nicht aufregen und nicht vergessen, dass die Ärzte(-Kammern) kein Recht haben, bundesweite Gesetze, Regeln oder Verordnungen zu ändern, sie können das nur vorschlagen. Um Gesetze zu ändern, muss der Bundesgesundheitsminister und das Ministerium Änderungen erarbeiten und formulieren, das geht dann zur Beratung und schließlich zur Verabschiedung in den Bundestag und zuletzt zum Bundesrat.
    NUR WENN ALLE zugestimmt haben, werden die Gesetze geändert, nicht weil ein paar Ärzte husten.

    Beteiligt an dem bisherigen Verfahren waren ja nicht nur die ausländischen Ärzte, die nach Aussagen der Ärztekammern nahezu ungeprüft deutsche Approbationen bekommen haben sollen, sondern viele weitere Behörden, Ämter, Ministerien, Auslandsvertretungen usw.
    All diesen, die eine große Anzahl an zeitaufwendigen Recherchen zur Feststellung der Richtigkeit der Dokumente investiert haben, will der Ärztetag nun mit einem Federstrich unterstellen, sie wären all die Jahre untätig gewesen.
    Das kann und darf so nicht stehen bleiben.
    Das Auswärtige Amt ist z.B. beteiligt, wenn ausländische Diplome bei den Universitäten in aller Welt vor Ort über deutsche Botschaften überprüft werden, wenn die Universitäten den Botschaftsvertretern die Originale der ausgestellten Dokumente zeigen müssen, damit die deutschen Beamten die hier in Deutschland eingereichten Arzt-Dokumente bei den Universitäten vergleichen können, um die Echtheit zu bestätigen.

    Die Ärztekammer verleugnet dieses und jedes andere Verfahren der Überprüfung und stößt damit viele Beteilige vor den Kopf.

    Das ist nicht gut zu heissen und alle Beteiligten sollten aufstehen und sich zusammenschliessen und das anrüchige Vorgehen der Beteiligten der Ärztekammern und des Ärztetages rügen. Wenn sie dann noch Verbündete suchen, sollten sie sich mit den Ärzten vom Marburger Bund zusammenschliessen oder durch sie beraten lassen, die scheinen derzeit die einzigen zu sein, die noch klar durchblicken können und nicht irgendwie einseitig reagieren.

    Wir werden an ihrer Seite stehen und mit ihnen kämpfen, denn hier ist echt der Bogen durch die Ärzte(tag-)Ärzte zu arg überspannt worden!

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